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Eisgang auf dem Neckar ...

 

... bedeutet auch für die Vogelwelt erschwerte Futtersuche. Noch sind große Flussflächen eisfrei und die Boote halten auch eine große Fahrrinne frei. So finden Enten, Kormorane, Lachmöwen (im Winterkleid) und Graureiher wohl noch genügend Nahrung. Im Ufergestrüpp tummelte sich ein Trupp Schwanzmeisen. Ebenfalls in einer Gruppe flogen Sittiche laut zwitschern den Fluss entlang. Die tiefen Nachttemperaturen bis zu minus 15° C konnten diesen "Neubürger" aus warmen Gefilden Afrikas und Asiens nichts anhaben.

Bachstelze im Schlichtkleid
Bachstelze im Schlichtkleid

Winter am Rhein ...

 

.... heißt, dass viele Tiere, die eisfreies Wasser benötigen, sich im Januar 2017 hier aufhalten können. Zuletzt war der Rhein in Süddeutschland im Ausnahmewinter 1962/63 zugefroren. Während auf dem Altrhein (NSG "Biedensand") bei Lampertheim sich Schlittschuhfahrer vergnügen, versammeln sich viele Vögel am und auf dem Rhein. Eine Bachstelze und ein Rotkehlchen haben den Weg ins warme Südfrankreich gescheut und suchen am Rheinufer nach Futter. Ein Eisvogel benutzt einen Baum am Ufer, um sich von dieser Warte in den Rhein zu stürzen. Da der Rhein mittlerweile wieder zu den fischreichen Gewässern gehört, wird der kleine Eisvogel genauso satt, wie die fast 100 Kormorane, die über den Rhein fliegen. Auf einem nahen Feld grasen mehr als 50 Kanadagänse. Der Bauer wird's verschmerzen; für die vielen Enten und Gänse ist die Wintersaat lebenserhaltend.

Der Waldsee bei Viernheim
Der Waldsee bei Viernheim

„Der See hat eine Haut bekommen, sodass man fast drauf gehen kann …“

 

Aber kein Mensch wagte, das Eis des Waldsees bei Viernheim zu betreten. Nur Vögel spazierten über das Eis. Sonst streiten sich Enten, Nilgänse und Blesshühner um die besten Plätze, jetzt dominiert nur das Weiß des Eises. Ein Graureiher fliegt keine 10 m über dem See. Er hält wohl Ausschau nach einer eisfreien Fläche. Sein „Frühstück“ holt er sich nun aber auf den Wiesen und Ackerflächen, denn Mäuse gehören zu seinem Speiseplan. Am Schilf entdecke ich dann 5 Blesshühner. Als Allesfresser könnten sie am See überwintern (Stand- und Strichvögel), wird aber der Winter noch härter, dann wandern sie nach Südwesteuropa aus. Der Buntspecht hat keine Futtersorgen. Fehlen Insekten, behilft er sich mit Samen und Früchten. Die Nilgans kommt auch recht gut mit der Kälte zurecht. Auf einem schneefreien Acker frisst sie die Wintersaat. 

Herbst- oder doch Winterwanderung?

 

Die Temperaturen waren am Vormittag noch im frostigen Bereich und so konnte man im Schatten eine Winter-Reif-Landschaft bewundern. Trat man in den sonnigen Bereich, so wärmten die Sonnenstrahlen nicht nur Boden und Bäume. Die Sonne ließ auch das selten "wachsende" Haareis schmelzen - ein Eis, das sich an totem Holz bildet, das die Feuchtigkeit nicht aus der Luft, sondern aus dem Holz nimmt und welches nur entsteht, wenn bestimmte Pilze vorhanden sind. Der bedeutende Geograf und Polarforscher Alfred Wegener wies als Erster auf diese Mitwirkung von Pilzen bei der Haareisbildung hin. So wie man ihn wegen seiner Theorie der Kontinentalverschiebung in sogenannten Wissenschaftskreisen verlachte, so spottete man auch über seine Haareisbildungstheorie. Beide Theorien erwiesen sich – leider erst nach seinem Tode - als richtig! 

So sieht man den Marbach-Stausee auch nicht oft!

Besuchte man sonst den Marbach-Stausee, so hatte er einen fast gleich hohen Wasserstand. Jetzt bietet er die Möglichkeit, einen Teil seines Grundes zu besichtigen. Wahrscheinlich wird der Vorfluter entschlammt und man muss das Wasser ablassen. Graureiher sammeln sich, um im Schlamm Nahrung zu finden. Mehr als 25 Reiher konnte man zählen. Am Rand des Stausees auf einem Baumstumpf entdeckte ich die Geweihförmige Holzkeule, ein Pilz der Laubwälder.

Graureiher auf Futtersuche
Graureiher auf Futtersuche

Die Geweihförmige Holzkeule:

 "Der Herbst steht auf der Leiter und malt diBlätter an..." 

Es ist wieder soweit - der Herbst kommt mit machtvollen Schritten. Laut Bauernregel ist der 26. September, (Er ist in der katholischen Kirche den arabischen Ärzten Damian und Kosmas geweiht. Sie heilten und missionierten im Odenwald), der Tag, an dem "das Laub zu färben beginnt".

Bei 22 °C ist der heutige 28.9. ein wunderschöner Spätsommertag - typisch Altweibersommer. Dazu gehören Herbst-Libellen, einige Falter, die letzten bunten Blumen, Eidechsen, die sich sonnen, Mistkäfer bei der "Arbeit" und natürlich buntes Laub.

Die schöne giftige Herbstzeitlose
Die schöne giftige Herbstzeitlose

Astronomischer Herbstbeginn in diesem Jahr: 22.9. 2016 um 16.21 Uhr MEZ.

 Im NSG "Biedensand" erwartete mich am 22. 9. 2016 ein echt sonniger "Altweibersommer"-Tag. Es flogen noch Schmetterlinge und Libellen. Die Heidelibellen, die noch bis weit in den Oktober fliegen können, haben bereits überwiegend ihr Aussehen von rot auf braun-grau geändert. Ein Zeichen für alte Tiere. Auch typische Herbstlibellen: Gemeine Weidenjungfer und Herbst-Mosaikjungfer.

Von den wenigen Blumen, die noch blühten, beeindruckte besonders die giftige Herbstzeitlose, eine wirklich schöne Pflanze.

 

Fotos: Im NSG"Biedensand"

Bildausschnitt aus der Geo-Park-Tafel, stationiert am NSG "Weschnitzinsel"
Bildausschnitt aus der Geo-Park-Tafel, stationiert am NSG "Weschnitzinsel"

Überraschung!

 

Das Schauspiel dauerte noch nicht einmal eine 1/2 Minute. Zwei Vögel jagten über den Damm der Weschnitz (nahe Lorsch). Der Gejagte hatte einen langen, leicht gekrümmten Schnabel. Er war deutlich zu erkennen. "Das ist doch ...!? Ich wagte es nicht auszusprechen. Ein jüngerer Mann, bepackt mit Rucksack, Fernglas und Fotoapparat, reagierte schneller und schoss wohl ein Bild. Ich sprach ihn an: "Haben Sie die Vögel erkannt?" "Höchstwahrscheinlich ein Großer Brachvogel! Der Jäger war ein Falke!"

Mein Kommentar: "Hab ich mich doch nicht geirrt!"

Er: "So etwas sieht man nur sehr selten!" Er strahlte über das ganze Gesicht!

Wie recht er hatte! Wie oft habe ich mit dem Fernglas die Wiesen auf der Weschnitzinsel nach dem sehr seltenen Großen Brachvogel abgesucht! Nie habe ich den Vogel entdeckt!

Die 2. Überraschung war weniger spektakulär, aber auch nicht häufig. Neben einem Männchen der Gebänderten Prachtlibelle (typisch für den Unterlauf der Flüsse) flatterten auch zwei Blauflügel-Prachtlibellen, die sonst meistens nur am Oberlauf zu beobachten sind.

Google-Karte - Standort
Google-Karte - Standort

Plagegeister!

 

Wenige Schritte im NSG "Biedensand" reichten, um mich sofort an die 4 Ägyptischen Plagen des Rieds zu erinnern. (Anno 1065 hieß es dazu im Lorscher Codex: Frösche, Schnaken, Stechmücken und Nebelschwaden. )

Also eine Plage gibt es diesen Sommer im feuchten Ried: Stechmücken! Man brauchte viele Arme und schlagende Hände um die kleinen Blutsauger abzuwehren. Libellen wollte ich sehen und fotografieren - nicht Stechmücken. Und? Keine einzige Libelle und das bei 26 °C Hochsommer-Temperatur, beste Voraussetzungen für viele fliegende Libellen.

Also raus aus der üppigen Vegetation, raus aus dem NSG. Als Ersatz bot sich das Grabensystem an, das den Zufluss vom Rhein regelt und erst vor Kurzem rekultiviert wurde. Offene Landschaft - Sonne - keine Mücken! Dafür Blaupfeile, frisch geschlüpfte Heidelibelle und Schmetterlinge der Sommerwiesen.

Der Fingerhut
Der Fingerhut

 Eine Waldwanderung im Schneckentempo!

 

Es gab viel zu sehen und viel zu fotografieren. Der Rundweg zum Hildegeres-Brunnen führt durch Nadel- und Mischwald, vorbei an zwei kleinen Naturschutzgebieten, den Marbach hört man plätschern - aber besonders beeindruckend sind die kleinen Waldwiesen oder -hänge, die sonnenbeschienen die Fingerhüte in voller Prachtentfaltung zeigen.

Himbeeren und Heidelbeeren verleiten zum Naschen. Libellen fliegen am kleinen Waldtümpel, ein Tümpel mit Braunwasserqualität. Und das Beste: Neben Dickkopffalter, Weißlingen, Ochsenauge, Schornsteinfeger und Admiral flog auch ein Großer Schillerfalter, ein Männchen. Und ihn zu fotografieren ist wie ein 6 im Lotto! 

Hier eine kleine Auswahl:

Erkennen Sie es?

 

Ja, es ist ein Bienenvolk hinter Glas! Am Heppenheimer Bruchsee hat ein rühriger Imker diesen Schaukasten aufgestellt. Drei weitere Bienenstöcke sind bewohnt und selbst bei nur 18° C und bedecktem Himmel waren die Bienen recht aktiv.

Einige Schautafeln geben dem Neugierigen einen Einblick in die Imkerei und das Bienenleben.

Weißes oder Bleiches Waldvöglein
Weißes oder Bleiches Waldvöglein

Welch seltener Fund: ein Weißes Waldvöglein!

 

Unscheinbar am Gebüschrand wuchsen gleich mehrere Waldvöglein. Die auch selten gewordenen Pflanze, sie wird zu den Orchideen-Gewächsen gezählt, kann bis zu 60 cm hoch werden. Sie ist wärmliebend, wächst in lichten Waldbeständen, in Waldsteppen, in Kiefern- und Buchenwäldern oder wie bei meinem Fund am Rande eines Gebüsches. Blütezeit: Mai/Juni.

"In Deutschland meidet das Weiße Waldvöglein die Regionen mit weitgehend kalkfreien Böden. Daher ist es im norddeutschen Tiefland bis zum Rand der Mittelgebirgsschwelle, dem Bayerischen Wald, dem Schwarzwald und in Bayern zwischen Alpenvorland und Donau sehr selten bis fehlend." (entn. Wikipedia)


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