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 "Sagenhafter Odenwald"

Mehr als 250 Ausflugstipps für den Odenwald (mit Fotos und Erläuterungen) sind aufgelistet. Sie finden hier alle wichtigen Orte,

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Landschaften, Parks und Gärten des Odenwaldes und seiner näheren Umgebung. Hier finden Sie auch meinen kleinen Exkursionsführer 

und eine Sammlung der  Sagen des Odenwaldes. Schauen Sie doch mal rein - in den Odenwald!

Jeden Monat gibt es Geschichten und Geschichtchen, Wissenswertes, Ernsthaftes und Amüsantes aus dem Odenwald zu einem bestimmten Thema.

Schauen Sie mal rein in meine Kalenderblätter!

 

November-Kalenderblatt:

 

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Bauernregeln -

ein uraltes Kulturgut:

 

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Aktuelle Beobachtungen: Archiv IX

Zu den archivierten Beiträgen:

-  Archiv I

 Archiv II

-  Archiv III

-  Archiv IV

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-  Archiv VI

-  Archiv VII

-  Archiv VIII

-  Archiv IX

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-  Archiv XII

-  Archiv XIII

Weidenjungfern - Tandem
Weidenjungfern - Tandem

Der Oktober neigt sich dem Ende zu. Die Meteorologen verkünden für die letzten Oktobertage fast sommerliche Temperaturen. Nichts Ungewöhnliches für diese Herbstdekade.

Auch wenn die Insekten stark abgenommen haben (Bauernregel: 25. Oktober: St. Crispinus und Crispinianus, Krispin - Mit Krispin sind alle Fliegen hin.), so sind doch noch auch größere Insekten aktiv. Admiral und Tagpfauenauge fliegen oft noch im November und auch die Heidelibellen können dann noch an besonders warmen Tagen beobachtet werden.

Am Fischteich Kreiswald bei Rimbach flogen heute noch: Große Heidelibelle (7), Blaugrüne Mosaikjungfer (3) und 11 Weidenjungfern. 

Ist diese Nacktschnecke nicht eine Schönheit?

 

Mal ehrlich, sie ist doch wirklich schön - der Tigerschnegel!

Wikipedia weiß: "... auch Großer Schnegel oder Große Egelschnecke genannt, ist eine 10 bis 20 Zentimeter lange Nacktschnecke aus der Familie der Schnegel. Sie ist in Europa weit verbreitet und inzwischen fast weltweit in die gemäßigten Breiten verschleppt worden."

Dort kann man auch lesen: "Der Tigerschnegel ist wie alle Schnegel ein Zwitter; jedes Tier verfügt somit jeweils über einen männlichen und weiblichen Genitaltrakt."

Und: "Die Art war vermutlich ursprünglich in Süd- und Westeuropa beheimatet. Sie hat sich aber inzwischen in ganz Mitteleuropa – hauptsächlich wohl durch anthropogene Verschleppung – verbreitet und tritt mittlerweile auch in andere Regionen der Welt als Neozoon auf. In Deutschland kommt sie in Auen, Gärten und Parks vor, ist aber auch in feuchten Kellern zu finden .... Die Tiere sind strikt nachtaktiv und verstecken sich tagsüber. Sie ernähren sich von Pilzen, welken und abgestorbenen, selten auch frischen Pflanzenteilen sowie von Aas und räuberisch von anderen Nacktschnecken. Der Tigerschnegel kann dabei Exemplare überwältigen, die ebenso groß sind wie er selbst."

Am Rande des NSG "Dürr-Ellenbachtal":

 

Eine kleine Lichtung zeigt uns, wie ein gesunder Laub- oder Mischwald aufgebaut sein sollte. Sehr schön sind die Krautschicht (bodenbedeckende Pflanzen), die Strauchschicht und die Baumschicht auszumachen. Wobei wir ähnlich wie in den Tropen auch zwischen "normal" gewachsenen Bäumen und den "Riesen" unter den Bäumen unterscheiden können.

Ein solcher Wald nimmt es mit jedem Sturm auf, verhindert die Erosion des Bodens, bietet vielen Insekten und Vögeln einen Lebensraum und den kleinen und großen Säugern eine "Kinderstube", ein Versteck und Nahrung.

 

Mehr Infos: Naturdetektive

Insektenjagende Mehlschwalben über einem Fischteich
Insektenjagende Mehlschwalben über einem Fischteich

Fischteich - Kreiswald/Rimbach:

 

So etwas sieht man nicht jeden Tag. Aus "heiterem Himmel" stürzten 40/50 Mehlschwalben auf den Fischteich zu und zeigten bei der Jagd auf Insekten ihre Flugkünste. Sie jagten durch die Luft oder titschten beim Fliegen ins Wasser, um Wasserinsekten aufzunehmen. Fünf Minuten dauerte das seltene Naturschauspiel - danach kamen die Großlibellen auch wieder aus ihren "Verstecken" im Ufergebüsch und waren die neuen alten Herrscher über die Wasseroberfläche.

 

Ein kurzes Video von diesem Ereignis finden Sie hier: 

 

(Das Kurzvideo herunterladen und öffnen! Garantiert virenfrei!)

 

Mehlschwalben-Invasion.mp4
MP3 Audio Datei 7.7 MB
Ein Misthaufen als Paradies
Ein Misthaufen als Paradies

Festmahl für den Mistkäfer:

 

Ein Pferdeapfel-Haufen war das Ziel aller Mistkäfer der Umgebung. Aber warum nur dieser Haufen und nicht der, welcher keine 3 m weiter lag und doppelt so viele Pferdeäpfel im Angebot hatte? Sind vielleicht Mistkäfer "Feinschmecker"?

Na ja, berühmt ist er schon der Scarabaeus - nicht unser, nein die Verwandten aus dem fernen Ägypten: der berühmte Scarabeaus sacer, der Heilige Pillendreher.

 

Wikipedia weiß: "Der Pillendreher galt im Alten Ägypten als Symbol für die Auferstehung und für den Kreislauf der Sonne. Den Toten gab man Skarabäen, kleine Käferamulette, als Grabbeigabe zum Schutz im Jenseits mit, aber auch Lebende trugen Skarabäen als Schmuck."

Auch soll - so die Legende - dieser kleine Heilige Schlachten im Alten Ägypten entschieden haben. Kreuzte ein Pillendreher den Weg des ruhmreichen Heeres, so musste das Heer sich einen neuen Weg durch die Wüste suchen und die Schlacht ... Und weil ein Pharao ja Schlachten schlagen musste, schickten die Priester geheime Leute (wir würden sie heute als Agenten bezeichnen) aus, die alle Heiligen Pillendreher auflesen mussten. So kam das Heer nicht vom rechten Weg ab und der immer siegreiche Pharao konnte sich wieder als Sieger feiern lassen - manchmal verlor er auch, trotz fehlender Heiliger!

 

Zu unserem heimischen Mistkäfer weiß Wikipedia:

"Die Mistkäfer (Geotrupidae) sind eine Familie der Käfer innerhalb der Überfamilie Scarabaeoidea (...) Die Imagines sind tag- und nachtaktiv und im Flug schwerfällig. Bei ihnen kann man Brutfürsorge beobachten: Männchen und Weibchen graben unterirdische Gänge bzw. eine Brutkammer und legen dort Nahrungsvorräte für ihre Larven an. Die Geotrupinae ernähren sich von Dung bis zu Pilzen und Humus. Die Lethrinae sind die einzige Unterfamilie, die frische Blätter sammeln und mazerieren. Die Taurocerastinae ernähren sich vom Dung pflanzenfressender Säugetiere. Bei den Lethrinae wurde nachgewiesen, dass sich die Tiere auf Ihrem Weg von ihrer Brutkammer zur Nahrungsquelle unter anderem nach dem Sternenlicht orientieren."

 

Unsere heimischen Mistkäfer:

Totfund: Sägebock
Totfund: Sägebock

Entlang eines Be- und Entwässerungsgrabens im südhessischen Ried:

 

Freizeitsportler - Radfahrer und Jogger - hetzen mehr oder weniger auf den nur z. T. asphaltierten Feldweg ihrem Vergnügen nach. Würden sie nur für 5 Minuten innehalten, garantiert, sie würden vieles, sehr vieles zu sehen bekommen. Vielleicht die ganz seltene und schon mal als ausgestorben geltende Libelle mit dem Namen "Grüne Flussjungfer", die auf dem Weg "Sonne tankte". Im hohen Gras fraß die auffallend schöne Wespenspinne ihr Opfer auf. Im Wassergraben schwirrten, Elfen gleich, Gebänderte Prachtlibellen. Und entlang des Grabens und des Weges flogen Heidelibellen, rot und braun gefärbt, auf der Suche nach geeigneten Insekten, die sie garantiert mit Genuss sich einverleiben werden. Und bestimmt sehen die Radler und Jogger auch nicht den großen, schwarzen Käfer, der obwohl bereits tot, es wert ist, in die Hand genommen zu werden, um ihn zu betrachten. Wann schon bekommt man einen der größten mitteleuropäischen Käfer, einen Sägebock, zu sehen. 

Das alles (und noch viel mehr) bietet ein Feldweg mit einem benachbarten Wassergraben.

Ameisen - kurz vor dem Hochzeitsflug
Ameisen - kurz vor dem Hochzeitsflug

Den Namen für die Ameise leiten einige Sprachforscher von "emsig" ab. Und zutreffend wäre dies schon - die emsig arbeitende Ameise. So ist sie auch in die Literatur eingegangen. In den Tierfabeln steht die kleine Ameise für den unermütlichen fleißigen Arbeiter.

Viele Begriffe haben unsere Vorfahren aus ihren Beobachtungen der Natur gefunden und diese Vorgänge mt den typischen menschlichen Begriffen verknüpft. Dies gilt auch für den "Hochzeitsflug".

 

Anfang August beobachtet: Auf einer Wiese krabbelt es hundertfach aus einem kleinen Erdloch; es sind geflügelte Ameisen.

 

Wikipedia zum Hochzeitsflug

 

"Sind die Jungköniginnen und Männchen geschlüpft (bei den heimischen Arten Anfang Mai), so bereitet sich der gesamte Staat auf den Hochzeitsflug vor. Die geflügelten Geschlechtstiere verspüren immer mehr den Drang, auf hohe Punkte, wie etwa Grashalme, Hügel oder Bäume zu klettern. Spezielle Arbeiterinnen passen auf, dass sich die Geschlechtstiere nicht zu weit vom Nest fortbewegen und holen sie notfalls in den Bau zurück.

Zu einem artspezifischen Zeitpunkt (bei einheimischen Arten meistens im Früh- oder Hochsommer), der vermutlich von bestimmten Luftströmungen, Lichtverhältnissen und Temperaturen abhängt, schwärmen alle Geschlechtstiere einer Art aus den verschiedenen Kolonien gleichzeitig zum Hochzeitsflug aus. Durch diesen einfachen, aber genialen Trick kann Inzucht weitestgehend vermieden werden. Das jeweils andere Geschlecht wird dabei durch Ausstoßen von Sexualduftstoffen angelockt.

Auf dem einige Stunden dauernden Hochzeitsflug wird die Jungkönigin von zwei bis 40 Männchen begattet. Die Königin nimmt bis zu mehrere 100 Millionen Spermien in ihrem Samensack auf, die sie durchschnittlich 25 Jahre unbeschadet verwahren kann und mit denen sie die Eier befruchtet. Vor allem tropische und subtropische Arten schwärmen zweimal im Jahr.

Einige Stunden nach dem Hochzeitsflug sterben die Männchen und werden von den Arbeiterinnen als Nahrung betrachtet und in den Bau gebracht. Wenn die Königinnen zurück auf die Erde fallen, brechen ihre Flügel in der Regel an vorbestimmten Stellen, oder sie beißen sie sich selbst ab, da sie nicht mehr benötigt werden.

Einige, vor allem größere Ameisenarten, paaren sich auf dem Boden.

Nach der Begattung versuchen die Königinnen ein eigenes Volk aus Arbeiterinnen heranzuziehen."


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