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 "Sagenhafter Odenwald"

Mehr als 250 Ausflugstipps für den Odenwald (mit Fotos und Erläuterungen) sind aufgelistet. Sie finden hier alle wichtigen Orte,

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Landschaften, Parks und Gärten des Odenwaldes und seiner näheren Umgebung. Hier finden Sie auch meinen kleinen Exkursionsführer 

und eine Sammlung der  Sagen des Odenwaldes. Schauen Sie doch mal rein - in den Odenwald!

Jeden Monat gibt es Geschichten und Geschichtchen, Wissenswertes, Ernsthaftes und Amüsantes aus dem Odenwald zu einem bestimmten Thema.

Schauen Sie mal rein in meine Kalenderblätter!

 

September-Kalenderblatt:

 

Naturgeschichten

Bauernregeln -

ein uraltes Kulturgut:

 

  Januar bis März

  April bis Juni 

  Juli bis September

  Oktober bis Dezember

Pollenflug-Vorhersage für den Ort Ihrer Wahl!

Aktuelle Beobachtungen: Archiv IV

Zu den archivierten Beiträgen:

-  Archiv I

 Archiv II

-  Archiv III

-  Archiv IV

-  Archiv V

-  Archiv VI

-  Archiv VII

-  Archiv VIII

-  Archiv IX

-  Archiv X

-  Archiv XI

-  Archiv XII

-  Archiv XIII

Aktuelle Beobachtungen:

Haareis auf vermoderndem Holz
Haareis auf vermoderndem Holz

 Am Nordhang "wächst" das Haareis,  am Südhang blüht noch das Jakobs-

 Kreuzkraut ...

 

Es ist Ende Dezember und der 1. kalte Wintertag. Wanderung um den Marbach-Stausee war angesagt. Am Nordhang ist es noch frostig. Weiße "Büschel" auf vermoderndem Holz - das ist das Haareis! Der berühmte Polarforscher Alfred Wegener äußerte als Erster die Vermutung, dass an diesem besonderen Eis, das sich nur bei Temperaturen knapp unter 0 ° C bildet, Pilze beteiligt sein müssten. Für diese Vermutung wurde er genauso ausgelacht, wie für seine Kontinental-Drift-Theorie. Wikipedia: "Eine biophysikalische Studie von Gerhart Wagner und Christian Mätzler bestätigte 2008 Wegeners Vermutung weitgehend. Demnach wird Haareis durch das Myzel winteraktiver Pilze (u. a. Schlauch- und Ständerpilze) ausgelöst, deren aerober Stoffwechsel (Dissimilation) Gase produziert, die das im Holz vorhandene leicht unterkühlte Wasser an die Oberfläche verdrängen. Dort gefriert es und wird durch nachdrängende, beim Austritt aus dem Holz ebenfalls gefrierende Flüssigkeit weitergeschoben. Dies geschieht ausschließlich bei Temperaturen knapp unter dem Gefrierpunkt, wenn das Wasser im Holz noch nicht gefroren ist, es an der geringfügig kälteren Umgebungsluft jedoch gefriert."

 

Wenn Sie sich die ersten drei Bilder darunter ansehen - was denken Sie dann? Ich dachte: "Mannoman - Biber! Und das am Marbach-Stausee???"

Also - wenn ich wüsste, dass der Biber im Odenwald heimisch geworden wäre, würde ich sagen: "Er ist es!"

Was meinen Sie?! Ist das ein vom Biber gefällter Baum?

Große Heidelibelle, Weibchen - sehr altes Tier
Große Heidelibelle, Weibchen - sehr altes Tier

Das war wohl die letzte Großlibelle in diesem Jahr

Mitte November - Temperatur um 11 Uhr 14° C im Schatten. Dort wo die Sonne hinscheint, klettert das Thermometer schnell auf 25° C. Am Waldsee bei Viernheim im südlichen Hessischen Ried ist auf der Sonnenseite noch Sommer. 11 Heidelibellen zählte ich und dabei sogar noch ein Paarungsrad. Dieser Waldsee hat mich schon einige Male überrascht. 18 verschiedene Großlibellen und 12 Kleinlibellenarten habe ich hier schon gefunden.

Fazit: ein Libellenparadies!

 

Ein Schwarm Kiebitze bestehend aus mehreren Hundert Vögeln - Rast im NSG "Biedensand".
Ein Schwarm Kiebitze bestehend aus mehreren Hundert Vögeln - Rast im NSG "Biedensand".

Der wievielte Warmluftvorstoß ist das eigentlich in diesem Jahr?

Der 6. oder der 7. – ich weiß es nicht mehr genau. Bereits im zeitigen Frühling drang subtropische Warmluft weit nach Norden vor. Und dann der warme Sommer: 38° bis 40° C im Schatten – eine Wohlfühltemperatur für die Feuerlibelle (Crocothemis erythraea) . Nun - im November - der nächste und vielleicht letzter subtropischer Warmluftvorstoß mit Temperaturen von 20° C. Und auch dies ist nichts Außergewöhnliches. Heißt es doch bei den Bauernregeln für den 15. November (St. Leopold): „Der heilige Leopold ist oft noch dem Altweibersommer hold.“

Die Natur überrascht bei solch milder Wetterlage mit immer noch aktiven Insekten und Zugvögeln (siehe Bild oben: Schwarm Kiebitze), die sich immer noch bei uns aufhalten. 

Was von den "Plagegeistern" des Sommers geblieben ist:

Der Herbst lässt die „Plagegeister“ des Sommers verschwinden. Wespen, die den Aufenthalt im Biergarten zur Schlagattacke werden lassen, sterben bereits in der Regel im September. Nur ihre begatteten Jungköniginnen überwintern an geschützten Orten.


Wikipedia: „Für den schlechten Ruf, in dem Wespen stehen, sind ausschließlich die Deutsche und die Gemeine Wespe verantwortlich. Diese beiden Arten bilden die größten Völker (mehrere tausend Arbeiterinnen) und sind die einzigen, die Menschen gegenüber zudringlich werden und sich auch über menschliche Nahrung hermachen

(„Zwetschgenkuchenwespen”). Dies ist besonders dann der Fall, wenn sich die Nester im Spätsommer auflösen und die noch lebenden Arbeiterinnen auf Nahrungssuche einzeln durch die Gegend streunen.“

Übersicht über mitteleuropäische Arten (entn. Wikipedia)

Gattung Vespa (Hornissen)

·       Hornisse (Vespa crabro)

Gattung Dolichovespula (Langkopfwespen)

·       Mittlere Wespe (Dolichovespula media)

·       Waldwespe (Dolichovespula sylvestris)

·       Waldkuckuckswespe (Dolichovespula omissa), Sozialparasit bei der Waldwespe

·       Sächsische Wespe (Dolichovespula saxonica)

·       Norwegische Wespe (Dolichovespula norwegica)

·       Falsche Kuckuckswespe (Dolichovespula adulterina), Sozialparasit bei der Sächsischen und der Norwegischen Wespe

Gattung Vespula (Kurzkopfwespen)

·       Rote Wespe (Vespula rufa)

·       Österreichische Kuckuckswespe (Vespula austriaca), Sozialparasit bei der Roten Wespe

·       Gemeine Wespe (Vespula vulgaris)

·       Deutsche Wespe (Vespula germanica)

Das Olfener Moor am 21. Oktober 2015 - "halb" gefüllt.
Das Olfener Moor am 21. Oktober 2015 - "halb" gefüllt.

Der Herbst repariert die Sommerschäden!

Von Ende Juli bis in den September hinein lag das „Rote Wasser“ (auch Olfener Moor genannt) trocken. Die seltenen Libellen - Kleine Moosjungfer und die Schwarze Heidelibelle - haben hier einen für sie angepassten Lebensraum gefunden. Im Frühsommer konnte ich die Kleine Moosjungfer noch zweimal antreffen, die Schwarze Heidelibelle schon nicht mehr. Jetzt, Ende Oktober ist wieder Wasser im Moor, wenn auch der normale Wasserstand noch nicht erreicht worden ist.

Dies ist bereits der zweite Sommer, indem das Olfener Hochmoor trocken lag. Interessant wird sein, wie sich die Libellenpopulationen weiterhin entwickeln werden. Neben der Schwarzen Heidelibelle fehlte in diesem Jahr auch bereits die Hufeisen-Azurjungfer. Spätestens im April beginnt die Libellen-Saison! 

Distelfalter
Distelfalter

2015: Es flogen weniger Libellen und weniger Schmetterlinge.

 

Mit dem Herbst endet die Hauptflugzeit auch der später fliegenden Libellenarten. Zeit, ein Fazit vom Jahr 2015 zu ziehen. Obwohl der Sommer zu den wärmsten der letzten Jahre gehörte, war die "Ausbeute" an Libellen äußerst gering. In aller Kürze: Sie flogen später, seltener und kürzer. Ursache???

Auch die Zahl der Schmetterlinge hat weiter abgenommen. Kein einziger Großer Kohlweißling wurde von mir gesichtet, auch die anderen Weißlinge waren selten. Selten wie eigentlich alle Falter in diesem Jahr. Dank der vielen Südwinde konnte ich aber mehrfach den Distelfalter fotografieren. Er benutzt diese Luftmassen aus südlichen Breiten als Transportmittel.

Direkt am Wegesrand stehen die größten Ameisenhaufen.
Direkt am Wegesrand stehen die größten Ameisenhaufen.

Ein sehr interessantes Phänomen:

Es war zu kalt, um Libellen an Gewässern zu sehen – also mal wieder zum Teltschik-Turm wandern. Benutzt man den Weg, der fast parallel zur Straße verläuft, sieht man auf der rechten Seite des Waldweges hintereinander mehrere Ameisenhaufen. Hatte ich bisher 10 solcher Ameisenhaufen gesehen, so zählte ich jetzt 17 – und dies nur vom Wege aus. Wie viele noch im Wald sein könnten – ich weiß es nicht. Es ist ein Phänomen, dass in vielen Teilen der Erde beobachtet wurde. Eine Erklärung könnte sein - so Wissenschaftler: Ameisen bauen ihre Nester auf Spalten/Bruchzonen. Durch diese Spalten und Risse im Gestein ströme Erdwärme an die Oberfläche. Die Ameisen nutzen diese zusätzliche Erwärmung für den Ausbau ihres „Staates“ – sprich Ameisenhaufen.

 

"Der Geologe Ulrich Schreiber erforscht für die Universität Duisburg-Essen Erdbebengebiete. Er untersucht da die Böden, wo es sogenannte Bruchzonen gibt, die im Einzelfall zu Erdbeben führen können. Ihm ist aufgefallen, dass er es dort fast immer mit hügelbauenden Waldameisen zu tun bekommt. Seine These lautet daher, dass diese Ameisenart bevorzugt in potentiellen Erdbebenzonen ihre Nester baut und dass man am Verhalten dieser Ameisen Erdbeben voraussagen könne …“ Weiterlesen!

Übervoll hängen die Eicheln am Baum. Vorsorge für einen kalten Winter?
Übervoll hängen die Eicheln am Baum. Vorsorge für einen kalten Winter?

Wie könnte der Winter werden?

Nach aktuellen Wetterberichtsmeldungen soll es noch einen schönen warmen Altweibersommer geben. Einige Bauernregeln wollen auch vom Sommer auf den kommenden Winter schließen. (z. B.:  Hundstage heiß – Winter lange weiß. Oder: Ist es hell am Kreuzerhöhungstag (14.9.), so folgt ein strenger Winter nach.) Auch viele Waldfrüchten im Herbst sollen einen strengen Winter voraussagen. Die "Eichelmast" sagt so einen strengen und langen Winter voraus. Man ging früher in der bäuerlichen Gesellschaft davon aus, dass die Natur für Notlagen vorsorgt. Also wenn das stimmt, dann bekommen wir einen strengen Winter. Die Eicheln (siehe Foto) hingen gleich Trauben am Baum. Na ja, in einem halben Jahr ist der Winter vorbei - dann wissen wir die "Wahrheit" der Bauernregeln zu schätzen oder ...

Skurril: Taube erfindet das Baden neu!

Dass Tauben, wie alle Vögel, gerne baden ist allgemein bekannt. Es gehört zur Federpflege und zur Vernichtung von Ungeziefer.

Diese Taube aber landete zuerst auf wenigen Wasserpflanzen, startete erneut und setzte sich ohne Scheu keine 5 m von meinem Standort entfernt auf einen dichten Wasserpflanzenteppich. Sie badete, trank, ließ sich fotografieren und nachdem ich die Kamera absetzte, schwang sie sich ohne zu zaudern in die Lüfte. Solch ein Baden hatte ich bislang noch nicht gesehen.

Nacktschneckensex
Nacktschneckensex

Kaum hat es geregnet, so sieht man sie wieder – die Nacktschnecken.

Am häufigsten sind die Roten Wegschnecken, wobei für den Laien kaum feststellbar ist, ob es sich um eine einheimische Rote Wegschnecke oder um die eingewanderte Spanische Wegschnecke handelt. Egal welche ich aufgenommen habe, Nacktschnecken beim Sex fehlten mir noch in meiner Sammlung. Wikipedia weiß zum Schneckensex:

„Spanische Wegschnecken sind wie alle Landlungenschnecken Zwitter. Das heißt, sie können sich gegenseitig begatten. Wenn zwei paarungswillige Schnecken sich begegnen, beginnt ein meist mehrstündiges Paarungsritual. Dabei verschlingen sich die beiden Tiere ineinander und tauschen über ihre Penes ein schleimiges Samenpaket, die sogenannte Spermatophore aus. Im Körperinneren werden die eigenen Eizellen mit dem Sperma des Partners befruchtet. Einige Tage bis Wochen später legen die Schnecken unabhängig voneinander ihre 200 bis 400 Eier in mehrere geschützte Gelege ab. Die Jungtiere schlüpfen im Spätherbst oder Februar/März. Sie haben dann eine Körperlänge von ca. 10 mm. Bis zum Spätsommer erreichen sie die volle Körperlänge. Die Spanische Wegschnecke ist univoltin (eine Generation pro Jahr) und semelpar (nur ein Fortpflanzungszyklus).“

Die wichtigsten Vertreter der Nacktschnecken in Mitteleuropa:

- Rote Wegschnecke

- Schwarze Wegschnecke

- Spanische Wegschnecke

- Tigerschnegel

Typisch für das südliche Hessische Ried: Grabensysteme
Typisch für das südliche Hessische Ried: Grabensysteme

Auch das Hessische Ried leidet unter der extremen Hitze und Trockenheit.

Einst war das Hessische Ried ein typisches Sumpfland, dass in der Vergangenheit selbst die Römer mieden und ihre Straße (Strata Montana = die Bergstraße) erhöht am Odenwaldrand anlegten. Die viel später erfolgten Flussbegradigungen und - regulierungen von Rhein und Weschnitz begünstigen dann den Ackerbau. Viele Gräben im Ried sorgten für Ab- bzw. Zufluss des Wassers - je nach Bedarf. Auch heute noch sind diese Gräben von großer Bedeutung für die Natur im Ried und für die Bewässerung besonders in sommerlichen Trockenperioden, wie wir sie z. Zt. erleben.

Im Gebiet der Weschnitzinsel wurde dieser Teil des Riedes naturalisiert, d. h. laut Wikipedia: "... wurden ca. 30.000 Kubikmeter Erde bewegt. Der nördliche Weschnitzdamm wurde zurückgebaut, damit sich ein Biotop bilden konnte. Die Renaturierung, deren Kosten bei 470.000 Euro lagen, geschah zum Ausgleich für die Erschließung des Lorscher Gewerbegebietes 'Daubhart'. Die Weschnitz erhielt deutlich mehr Platz, um Mäander ausbilden zu können. Es wurden Ablaichplätze für die Nasen-Fische geschaffen, die sich dort angesiedelt haben. Am Flussufer pflanzte man Schwarz-Pappeln neu an."



Auswahl einiger typischer tierischer Bewohner des Rieds:


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