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Mehr als 250 Ausflugstipps für den Odenwald (mit Fotos und Erläuterungen) sind aufgelistet. Sie finden hier alle wichtigen Orte,

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Landschaften, Parks und Gärten des Odenwaldes und seiner näheren Umgebung. Hier finden Sie auch meinen kleinen Exkursionsführer 

und eine Sammlung der  Sagen des Odenwaldes. Schauen Sie doch mal rein - in den Odenwald!

Jeden Monat gibt es Geschichten und Geschichtchen, Wissenswertes, Ernsthaftes und Amüsantes aus dem Odenwald zu einem bestimmten Thema.

Schauen Sie mal rein in meine Kalenderblätter!

 

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Admiral und Kaisermantel auf Gemeinen Dost
Admiral und Kaisermantel auf Gemeinen Dost

Hochsommer ist angesagt - nicht mehr lange und die Nächte werden kühler sein, die ersten Blätter fallen, der Spätsommer steht schon vor der Tür. 

Was hat der Frühling und Sommer hinsichtlich der Häufigkeit der Falter und Libellen gebracht?

Zuerst das sehr Positive:

1. Der Kaisermantel flog in diesem Sommer so häufig wie lange nicht mehr. (Bisher mehr als 25 Exemplare gezählt)

2. Sehr häufig flog auch der C-Falter im Frühling.

3. Wanderfalter flogen mit südlichen Winden ein.

Am Häufigsten war der Admiral vertreten. 

Und negativ:

-         -  Es fehlte völlig der Große Kohlweißling; auch der Kleine Kohlweißling hat an Anzahl stark abgenommen. Bisher keinen Großen Fuchs gesichtet und den Kleine Fuchs habe ich nur zweimal gesehen.

-          -  Fast alle Libellen habe ich in diesem Zeitraum schon gefunden. Die typischen Heidelibellen fehlen allerdings noch. Ihre hohe Zeit beginnt im August.

-        -   Die Population der Kleinen Moosjungfer scheint ausgelöscht zu sein. Die sommerliche Trockenzeit (Sommer 2014/15) war wohl dafür verantwortlich.

 

      Fotos: Kaisermantel

Westliche Smaragdeidechse
Westliche Smaragdeidechse

Ein seltener Fund: Smaragdeidechse

 

Etwas Grünes huscht durch das Gestrüpp, dann verharrte es, Zeit den Auslöser zu drücken. Zu Hause beim Runterladen der Fotos erstaunter Ausruf: Keine Zauneidechse - eine Smaragdeidechse.

In Deutschland recht selten - nur wenige Fundorte! Und ein Fundort - mein Fundort - liegt im Hessischen Ried. (Siehe Karte)

 

Die Wissenschaft unterscheidet nach Östlicher und Westlicher Smaragdeidechse

 

Fotos: Zauneidechse, Mauereidechse und Mooreidechse zum Vergleich - Karte der Verbreitung der Smaragdeidechse.

(Diese Karte habe ich Wikipedia entnommen. Eigentümer ist Christian Fischer. Diese Karte darf unter Nennung des Eigentümers und der Herkunft verwendet werden.)

 

Zum Vergrößern der Bilder klicken Sie drauf! Die Beschriftung ist dann unten sichtbar.

Eine ungemähte Sommerwiese ...

 

... zeigt den Reichtum an Insekten. Fast alle Sommerfalter waren vertreten - auch wenn der Himmel kaum einen Sonnenstrahl hindurch ließ. Das Ochsenauge, der Kleine Heufalter, das Landkärtchen (Sommerfärbung) und das Tagpfauenauge flatterten von Blüte zu Blüte. Am häufigsten aber war das Damenbrett (auch Schachbrett genannt) vertreten. Auf dem Wiesenweg suchte der Große Blaupfeil die Wärme des Lehmbodens. Und ein Balkenschröter wechselte seinen Standort. 

Im Moor "Rotes Wasser" (Olfener Moor)
Im Moor "Rotes Wasser" (Olfener Moor)

Die Veränderung eines Lebensraumes ...

 

kann langfristig zum Aussterben einer Libellen-Population führen.

Immer wenn das Wollgras "blüht" konnte man die ersten Kleinen Moosjungfern im Olfener Moor fliegen sehen. Spätestens 3-4 Wochen später erfreute die Schwarze Heidelibelle das Herz des "Libellenjägers".

Zweimal hintereinander (Sommer 2014 und 2015) lag das Moor aber für viele Wochen trocken. Ohne Wasser gibt es aber keine Eiablage, keine Vermehrung. Voriges Jahr fand ich noch 1 Kleine Moosjungfer, aber keine Schwarze Heidelibelle. Mein Besuch am 1. 6. 2017: Es flogen mehrere Vierfleck, eine Großlibelle, die wie die Kleine Moosjungfer und die Schwarze Heidelibelle mooriges Wasser mag. Auch fehlten die Frühe Adonislibelle und die Hufeisen-Azurjungfer. Auch diese beiden Kleinlibellen flogen sonst immer. 

Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass Groß- und Kleinlibellen, die das Moor als Lebensraum bevorzugen, wieder aus anderen Gebieten einfliegen. Für die Schwarze Heidelibelle z. B. wäre da in ca. 15 km Entfernung (Luftlinie) die Seen bei Breitenbuch im Bayrischen Odenwald mit einer starken Population zu nennen. Das wäre keine große Entfernung. Siehe Karte darunter! 

 

Zum Vergrößern der Karte, klicken Sie drauf!

Die Viernheimer Heide im Mai.
Die Viernheimer Heide im Mai.

Die Ginsterblüte bestimmt das Aussehen der Viernheimer Heide im Mai!

 

Aus einem ehemaligen Truppenübungsplatz wurde eine typische Heidelandschaft. Der nährstoffarme Sandboden ließ einen Magerrasen entstehen. Magerrasen, Besenginster, Kiefer und Eiche bestimmen die Vegetation dieser Heide-Landschaft.

So wie Feuchtgebiete immer seltener werden, so werden auch die Heideflächen immer geringer. Und so nimmt auch der Artenreichtum der Insekten ab. Aber einige der Insekten brauchen dieses Biotop "Heide" für ihre Entwicklung und Vermehrung. So leben heute noch in der Viernheimer Heide die Europäische Gottesanbeterin (dies ist ein 2. Fundort im Kreis Bergstraße neben dem Vorkommen am Heppenheimer Schlossberg ), Sandlaufkäfer und Ödlandschrecke. Alle diese Insekten sind streng geschützt und stehen auf der "Roten Liste".

 

Fotos: Viernheimer Heide im Mai

Die Füchse fehlen!

Der selten gewordene Großer Fuchs, aber auch der recht häufige Kleine Fuchs sind bisher von mir nicht gesichtet worden. Dafür glänzte der C-Falter in diesem Vorfrühling. Voriges Jahr hatte ich nur ganz wenige Exemplare gefunden. Auch Tagespfauenauge und Admiral überraschten mit vielen Sichtungen. Ebenso war der Rapsweißling sehr häufig und der Kleine Kohlweißling äußerst selten. 

Schlehenblüte Ende März im NSG "Biedensand"
Schlehenblüte Ende März im NSG "Biedensand"

Machen Sie mit!

 

Vor einigen Tagen erhielt ich eine E-Mail, die mich dran erinnerte, dass es bald wieder Zeit ist, nach den ersten blühenden Apfelbäumen Ausschau zu halten.

Aus der E-Mail: „Wir wollen den Apfelbäumen genau auf die Blüten schauen - zum zwölften Mal, und es scheint eines der ganz frühen Jahre zu werden. Aus dem Raum Freiburg liegen bereits erste "Verdachtsmeldungen" vor, zu denen aber noch die Beweisfotos fehlen. In wenigen Tagen wird die Apfelblüte mit Sicherheit massiv einsetzen.

Deshalb meine Bitte heute an Sie: Behalten Sie einen Apfelbaum in Ihrer Nähe im Blick und melden Sie es auch in diesem Jahr an uns, sobald er seine ersten Blüten öffnet!

Das Meldeformular, die Ergebnisse der vergangenen Jahre und Berichte über das aktuelle Apfelblütengeschehen finden Sie auf www.apfelblütenaktion.de.“

 

Ich habe mir einen Baum im NSG „Biedensand“, und zwar auf der Streuobstwiese ausgesucht. Vor 5 Tagen dachte ich, in 3 Tagen blüht der Baum. Gestern waren die Blüten kurz vor dem Aufbrechen. Und wenn ich nächste Woche „meinen“ Baum besuche, dann erwarte ich die volle Blüte. Blüht der Apfelbaum, so können wir vom Vollfrühling sprechen. Auch Flieder- und Himbeerblüte stehen für den Vollfrühling.

(siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Ph%C3%A4nologie)

 

Je mehr Menschen sich an dieser jährlichen Aktion beteiligen, umso genauere Daten gewinnen die Forscher über die Klimaabläufe. Auf dieser Seite finden Sie das Kontaktformular:

http://www.swr.de/apfelbluete/formular-zur-apfelbluetenaktion-2017-apfelbluete-entdeckt/-/id=14984782/did=15249320/nid=14984782/1qck7tv/index.html

 

Um auch genaue Angaben zur Höhenlage und geografische Länge und Breite machen zu können, empfehle ich Ihnen, diese Karte zu nutzen: https://tools.retorte.ch/map/

Fotos zur Apfelblüte - Streuobstwiese NSG "Biedensand":

 

Blüte 23.4.15              Blüte 20.4.16          Blüte 31.3.17         Blüte 4.4.17

 

Beginn der Blüte          kurz     vor     dem     Aufbrechen        Beginn der Blüte

Zweiblättrige Blaustern (Scilla bifolia), auch Sternhyazinthe oder Zweiblättrige Meerzwiebel genannt.
Zweiblättrige Blaustern (Scilla bifolia), auch Sternhyazinthe oder Zweiblättrige Meerzwiebel genannt.

 

Endlich!!! Die ersten richtigen Frühlingsboten ...

 

Zum 3. Mal innerhalb von drei Wochen laufe ich im NSG „Biedensand“ immer den gleichen Weg entlang. Hier öffnet der Blaustern im Frühling seine Blüten. Und heute? Endlich! Der Frühling ist nun da! Frühlingsgefühle haben auch die Nilgänse. Sie balzen und stören sich nicht an den weit entfernten Zuschauern. Die Silber- und Graureiher allerdings ergreifen bereits bei 150 m die Flucht und ziehen sich zurück. Da die Wiesen teilweise geflutet sind, finden jetzt auch die Durchzügler ideale Möglichkeiten für eine Rast und für die Futtersuche vor. Kaum zu entdecken ist der Trupp Graugänse. Das Blesshuhn scheint noch nicht an den Nestbau zu denken. Es hält „Frühstück“.


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